Wüste, Sand und Chaos | Desert, Sand and Chaos

Nach einer nicht erholsamen Nacht im Dachzelt, in welcher der Wind es unmöglich machte auch nur eine halbe Stunde am Stück zu schlafen, fahren wir am Morgen nochmal mit Karl zum Fort und knipsen ein paar Bilder.
Wir fahren ca. 30 km weiter auf unbefestigten Straßen durch mehrere kleine Ortschaften in welchen die Moscheen die einzig freigestellten Gebäude zu sein scheinen. Wir treffen wieder auf die uns schon wohlbekannte „N1“ und folgen ihr gen Süden. Wir fühlen uns beide nicht sehr wohl und das salzige Trinkwasser aus der Oase hilft nicht gerade um das zu ändern.
Die Landschaft um uns herum wird von Kilometer zu Kilometer trockener bis wir, nahe eines Nationalparks, nur noch Sanddünen sehen. Der zunehmende Seitenwind von der Küste erschwert das Fahren und trägt zudem auch noch Unmengen an Sand in Karl. Völlig erledigt kehren wir gegen Abend in einem Hotel in Tarfaya ein.

After a not very relaxing night in the roof tent, in which the wind made it impossible to even sleep for half an hour, we go to the ruins of the castle with Karl and take a few pictures. Then we drive aproximately 30km on dirt roads through tiny villages where the mosques seem to be the only finished buildings. We meet up with the “N1” that we know very well by now and drive southwards. We both feel pretty awful and the salty water we took from the oasis doesen’t help very much. The landscape around us gets dryer as we go along until we are engulfed by sand-dunes close to a national park. The increasing crosswinds from the coast make driving more difficult and also seem to fill Karl with sand. Completly exausted we check into a hotel in Tarfaya.

Die Nacht war vergleichsweise ruhig und erholsam und wurde erst durch den Ausruf des Muezzin um 6 Uhr morgens beendet. Wir lassen Tarfaya hinter uns und tauchen ein in die Einöde der Westsahara.
Auf dem Weg nach Laâyoune hangeln wir uns von Checkpoint zu Checkpoint bei denen wir auf freundliche und hilfsbereite Beamte treffen. In Laâyoune fühlen wir uns sicher und sind positiv überrascht auch wenn die Militärpräsenz sehr stark zu spüren ist.
Richtung Boujdour durchfahren wir auf einer perfekt ausgebauten Straße Ausläufer von Sanddünen und ewige Weiten Wüstenland.
Wir finden einen großen menschenleeren Campingplatz mit genau einem windgeschütztem Ort und freuen uns auf eine ruhige Nacht. Die Hoffnung war allerdings wie weggeblasen als wir nach einer kurzen Fahrt in die Stadt zurückkehren und unser Platz von anderen Overlander gekapert ist.

The night was relatively quiet and relaxing and was only ended by the outcry of the Muezzin at 6 am. We leave Tarfaya behind and submerge futher into the desert of the Western Sahara. On the way to Laâyoune we go from checkpoint to checkpoint were we are greeted by friendly and helpful officials. In Laâyoune we feel safe and are positivly suprised even though the military presence can be felt. During the drive to Boujdour we find ourselfs on a perfectly tarmac road crossing foothills of sand-dunes and eternal exspanses of desert. We find a large deserted campsite with exactly one sheltered spot and look forward to a quiet night. But this hope is short lived as we head to town and come back and find our spot taken by other overlanders.

Auch am Folgetag nur Sonne, Wüste, Sand und Staub… Zum Mittagessen machen wir einen kleinen Abstecher zur Küste und finden dort einen vermüllten aber doch wunderschönen Strand!
In der Nähe von Daklah schlagen wir unser Lager für die Nacht auf und machen Bekanntschaft mit einem allein reisendem Tölzer (Bayern). Es tut gut mal wieder ein wenig Heimat zu spüren 🙂

Much the same the next day, sun, desert, sand and dust… For our lunchbreak we head down to the coast and find a garbage ridden but beautiful beach. Close to Daklah we set up camp and meet a Tölzer (Bavarian) who is travelling alone. It is good to feel a little bit at home again.

Wir verlassen Daklah nach einem morgendlichen Strandspaziergang mit unserer wilden Hundefamilie. Weiter durch etlichen Kilometer Nichts. Die Grenze zu Mauretanien erreichen wir am frühen Nachmittag. Die Ausreise aus Marokko ist recht leicht ohne fremde Hilfe zu bewältigen, dank sehr hilfsbereiter und freundlicher Beamten. Danach durchkreuzen wir ca. 3 km Niemandsland. Anstelle einer Straße oder Piste gleicht es eher einem Geröllfeld ausgekleidet mit Müll, Autowracks und vermutlich Mienen. Auf der mauretanischen Seite angelangt sind wir froh um einen Grenzhelfer, da wir von Gebäude zu Gebäude, kreuz und quer über das gesamte Grenzgelände gehetzt werden um alle Dokumente, Versicherungen und Stempel zu bekommen.
Nach nur zwei Stunden ist jedoch alles bewältigt und wir können unsere Reise fortsetzen. Der Weg nach Nouadhibou wird von Checkpoints alle 500 Meter und einem heftigem Sandsturm erschwert. Endlich angekommen freuen wir uns über eine kalte Dusche und etwas warmes zu Essen!

We head out of Daklah after a wonderful walk on the beach with our wild dog family. Further through several miles of nothing. We arrive at the border to Mauretania in the early afternoon. Exiting Morocco is very easy and simple due to very friendly and helpful officials. After the Border we drive through three kilometers of no man`s land. Instead of a road or dirt track it is more a scree littered with garbage, car wrecks and most probably mines. On the Mauretanian side we are happy to have a guide as we are rushed from building to building to get all the relevant documents, insurances and stamps. After only two hours we have overcome all the hurdels and can continue our journey. The trip to Nuadhibou is made more difficult by checkpoints every 500 meters and a large sandstrom. After we have arrived at last we are happy to have a cold shower and some hot food.

Die vorangegangen Tage wiederholen sich ein weitere Male bis wir jedoch Richtung Diama abbiegen, die einfachste Grenze zum Senegal. Hier erwartet uns eine 40 km lange Piste bestehend aus Waschbrett und tiefen Schlaglöchern. Genau Karls Ding! Er fühlt sich pudelwohl und wir erreichen gegen 13 Uhr die Grenze. Nach nur einer Stunde Formalitäten können wir unsere Fahrt auch schon fortsetzen. Das Land grünt und ist willkommene Abwechslung zu Mauretanien. Wir finden Unterschlupf in der Zebrabar in welcher wir mit einem kühlen Bier herzlich in Empfang genommen werden! Es stellt sich als einer der schönsten Campingplätze bisher heraus durch gutes Essen, Sauberkeit und vor allem gute Gesellschaft!

The proceeding days are repeated again until we turn off towards the Diama border which is the easiest border-crossing to the Senegal. Here we are greeted by 40km of dirt road with deep potholes. Perfect for Karl! He enjoyes the terrain and we reach the border at 1 pm. Luckely the border formalities only take one hour and we are able to continue our journey. The countryside is much more lush and is a welcome change to Mauretania. We end up at the Zebrabar and are welcomed with a nice cold beer! It turns out to be one of the best campsites so far due to good food, cleanliness and especially good company.

Wir lassen den Tag ruhig angehen und chillen am morgen noch in der Lagune der Zebrabar und brechen gegen Mittag auf.
Der Lac Rose ist ein See der hauptsächlich durch die Rally Paris-Dakar als Zielort bekannt ist und an welchem unter anderem auch Streusalz für Europa abgebaut wird. Dieser hat einen sehr hohen Salzgehalt, da er unterirdisch vom Meer gespeist wird. Das alles erzählt uns ein Einheimischer den wir vor Ort am Ende unserer heutigen Tagesetappe antreffen.
Auch hier finden wir wieder einen hervorragenden Campingplatz. Auf dem Weg dorthin werden wir allerdings, dank Navi, durch kleine, vermüllte Ortschaften geleitet und fahren somit von hinten über Sandpisten an den Campingplatz heran.

We decide to take it slowly and chill in the lagoon of the Zebrabar before heading out at midday. The Lac Rose is a lake that was made famous as the finish line of the Rally Paris-Dakar and where road-salt is mined for Europe. The lake has a very high salt content as it is fed subterranean by the atlantic ocean. We are given this information by a local who we meet there at the end of todays leg. We are happy to find a nice campsite. On the way there our GPS navigates us through small towns full of waste and are taken over sandy roads to the back entrance.

Und wir dachten in Casablanca herrsche Verkehrschaos… Dakar ist die reinste Hölle! Um unser Carnet abstempeln zu lassen fahren wir zum Hauptzollamt am Hafen. Dort werden wir in die Stadt zu einem anderen Zollbüro geschickt, nur um  dort wieder zurück zum Hafen geleitet zu werden, ein Büro weiter…
Um zu unserem Hotel zu gelangen müssen wir die Stadt noch einmal durchqueren und bewegen uns mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca 1 km/h vorwärts. Jeder drängelt und aus zwei Fahrspuren werden plötzlich fünf. Man gewöhnt sich daran… vielleicht irgendwann.

And we thought the traffic was bad in Casablanca… Dakar is absolut hell! In order to have our carnet stamped we drive to the main customs office at the port. Here we are sent to another customs office in the city, Where we are sent back to the port, just one door further down… to get to our hotel we need to cross the city and move at an average speed of approximately 1 km/h. Everybody scrambles and two lanes are suddenly made into five. One gets used to it… maybe sometime.

2 Comments

  1. Die Westroute haben wir auch noch auf dem Schirm. Zunächst müssen wir jedoch die Kampfspuren ect. von unserer Südamerika-Rundfahrt beseitigen lassen.
    Marocko & Mauretanien haben wir 2015 besucht, auch die letzten Krokodile im Guelta Matraucha.
    Wie habt ihr die Visa für Nigeria, Kongo und Angola organisiert?

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