Das Ende | The End

Bis auf die Tatsache, dass uns die Grenzbeamten unseres Feuerholzes berauben und uns zwingen, die mitgeführten Orangen an Ort und Stelle zu verzehren, ist das die mit Abstand entspannteste Grenze auf unserer Reise. Um die Flasche Tonic Water, welche wir noch in Westafrika gekauft haben, endlich aufzubrauchen, kaufen wir kurzerhand den günstigsten Gin, den wir finden können. Am Folgetag spielt uns deshalb die geteerte Hauptstraße bis Spingbok in die Karten, da uns der vorangegangene Abend noch etwas zu schaffen macht…Wir gönnen uns etwas Fast Food bei Nandos, um den Kater endgültig loszuwerden, und fahren anschließend in das nahegelegene Naturschutzgebiet Goegap. Gleich am Gate wird uns gesagt, dass das Timing nicht besser sein könnte. Die wilden Blumen, für die der Park bekannt ist, blühen seit wenigen Tagen zum ersten Mal innerhalb der letzten zwei Jahre. Die wunderschöne bunte Landschaft und die zum Teil anspruchsvollen und steilen 4×4-Trails machen den Park definitiv zu einem Highlight unserer Reise!

Except for the fact that the border officials take away our firewood and force us to eat our oranges on the spot, this is by far the most relaxed border we have crossed during the entire trip. In order to use up the bottle of tonic water we have been carting around since West Africa, we decide to buy the cheapest gin we can find. The next day, we are grateful to find ourselves on a decent tarmak road to Springbok, given that the previous evening got a bit out of hand… We enjoy some fast food at Nandos, so we can get rid of the last remnants of our hangover, and decide to go to the close by Goegap national park. Upon arrival at the gate, we are told that our timing could not have been better. The wild flowers for which this park is known for are in full blossom for the first time in two years. The stunning and colourful landscape and the sometimes quite challenging and steep 4×4 trails make this a very special place, and it is definitely one of the highlights of our trip!

 

Die Hauptstraße Richtung Süden führt uns immer näher an unser eigentliches Ziel heran. Einerseits freuen wir uns, als wir zum ersten Mal das Wort “Kapstadt” auf Straßenschildern erblicken, andererseits wird uns damit auch bewusst, dass unser Abenteuer bald ein Ende haben wird. Der letzte Abstecher vor der Landeshauptstadt, an die Westküste nach Lamberst Bay, erweist sich leider als Reinfall. Der Nationalpark Bird Island liegt auf einer kleinen Insel, 100 Meter vor einem dreckigen Industriegebiet. Die relativ neuen Einrichtungen des kleinen Parks sind teilweise schon wieder heruntergekommen. Bis auf ein paar Infoschilder und leere Becken, in denen mal Pinguine waren, gibt es hier nicht viel zu sehen.Unser Camp für die Nacht, nur knappe zehn Kilometer außerhalb der Stadt, überrascht hingegen mit seiner wunderschönen Lage an einem Fluss. Die herzlichen Besitzer führen uns ein wenig über das Gelände und lassen uns an der Fütterung der ca. 15 Pantherschildkröten teilhaben.

The main road south leads us closer and closer to our final destination. When we first spot “Cape Town” on a road sign, we are excited, but we also realise that this adventure is about to end soon. Our last detour before reaching the capital, a side trip to Lamberst Bay on the West coast, unfortunately turns out to be a disappointment. The national park Bird Island is situated on a small island about 100 metres from a filthy industrial area. Some of the small park’s facilities, which are actually not that old, seem to be pretty run down already. With the exception of a few information panels and some empty pools in which penguins used to swim, there is not much to see here. Our camp for tonight however, just a good ten kilometres outside of the city, surprises us with a beautiful location next to a river. The friendly owners lead us across the area for a while, and let us take part in the feeding of 15 leopard tortoises.

Der nächste Tag führt uns zurück ins Landesinnere, in die Zederberge. Wir campen zwei Nächte lang auf einer Organic Farm. Das direkt an einem kleinem, kristallklaren Bach gelegene Camp gehört mit zu den schönsten bisher. Wir nutzen den “Rasttag” für eine kleine Wanderung in den anliegenden Bergen. Wie wir allerdings feststellen, sind knapp vier Monate des überwiegenden Sitzens in Karl nicht sonderlich förderlich für unsere Kondition, und wir spüren diesen Marsch noch einige Tage später…Um den Muskelkater (etwas) zu lindern, kommt der nächste Stopp gerade richtig: Der Wochenend-Hotspot für Kapstädter an den heißen Quellen in Citrusdal verwöhnt uns mit Jacuzzis, welche bei den weiterhin sinkenden nächtlichen Temperaturen auch langsam essentiell werden. Mittlerweile ist unser Zelt in der Früh gefroren und wir schlafen mit teilweise SIEBEN Schichten Kleidung!Unser Weg Richtung Süden führt uns zu einem weiteren menschenleeren Camp an einem Fluss. Hier schnappen wir uns ein kleines Ruderboot und erkunden die Gegend.

The next day takes us back to the inland, to the Cederberg mountains. For two nights, we settle in on a small organic farm. This camp, located next to a small, crystal clear stream, ranks among the most beautiful we have seen so far. We take advantage of our “rest day” and go hiking in the nearby mountains. However, as we notice pretty soon, four months of predominantly sitting inside of Karl has not exactly contributed to our stamina, so a few days later, we can still feel the consequences of this march… In terms of alleviating our soreness (at least a bit), the next stop is just perfect: at Citrusdal, a weekend hotspot for Capetonians featuring hot springs, we treat ourselves to a dip into Jacuzzis which, given how the temperature keeps dropping further and further at night, are becoming increasingly crucial. By now, our tent is literally frozen in the morning, and sometimes, we sleep with as many as SEVEN layers of clothing! Our journey south leads us to another camp on a river which is practically deserted. Here, we grab a small rowing boat and explore the surrounding area.

Dann ist es so weit: Kap Anguhlas, der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents und somit auch unserer Reise! Als wir hier ankommen, genießen wir erst einmal die Aussicht. Uns beiden wird klar, dass wir nun fast am Ende unseres Abenteuers angelangt sind und unser Ziel in greifbarer Nähe liegt. Das muss natürlich auch im “Southernmost Pub” gefeiert werden! Weiter geht es in den südlichsten Wald Afrikas, Platbos Forest: für die letzte Nacht mit Karl, das letzte Mal Grillen und das letzte Mal Abgeschiedenheit…

Then, the time has come: we arrive at Cape Agulhas, the southern tip of the African continent and therefore the southern limit of our trip! Here, we take in and very much enjoy the view. We both realise that we have almost reached the end of our trip, and that our destination is within striking distance. Of course, this also calls for a celebration at the “Southernmost Pub”! We continue into the most southern African forest, Platbos Forest: one last night with Karl, one last barbecue, and a final sense of remoteness…

Auf dem Weg in die Hauptstadt (streng genommen ist es eine von dreien) entlang der Garden Route besichtigen wir die Pinguinkolonie in Betty’s Bay und klappern die berühmten Sehenswürdigkeiten Cape Point, Kap der guten Hoffnung, Chapman’s Peak Drive und natürlich den Tafelberg ab.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir nach 128 Tagen und genau 18.600 gefahrenen Kilometern unser endgültiges Ziel: KAPSTADT!

On our way into the capital (in fact, it is one out of three), along the Garden Route, we visit the penguin colony in Betty’s Bay, and also check out the famous sights of Cape Point, the Cape of Good Hope, Chapman’s Peak Drive, and of course Table Mountain. Shortly before sunset, after 128 days and a total of exactly 18,600 kilometres, we reach our final destination: CAPE TOWN!

Namibias Süden | Southern Namibia

Als wir Swakopmund verlassen, sind wir froh das Thema Auspuff ein für alle Mal abgehakt zu haben. Mit zunehmendem Fortschritt Richtung Mirabib (unser Camp in der Namib Naukluft) werden die Straßen immer schlechter. Das Camp in mitten der Wüste ist jedoch sensationell. Den riesigen Felsen umgibt nur eine endlose vertrocknete Grasslandebene.
Der Morgen startet gemütlich da wir noch in den Schlafsäcken mit einer fantastischen Aussicht Frühstück und Kaffee zu uns nehmen. Das war es dann auch mit der Gemütlichkeit für die nächsten zwei Tage wie wir später feststellen müssen.

As we leave Swakopmund we are happy that we have sorted the exhaust issue once and for all. The further we drive towards Mirabib (our next camp in midst of Namib Naukluft) the roads get worse continue. But the camp in the middle of the desert is sensational. The huge rock is surrounded only by dried up savannah. We start the morning very relaxed, by having breakfast   still in our sleeping bags with an amazing view out of the front of the roof tent. That’s about all the relaxation we would have for the next few days as we would find out.

Uns erwarten weitere 200 km Rüttelpiste durch eine menschenleere Hügellandschaft. Der erst vor wenigen Stunden reparierte Auspuff reißt an anderer Stelle als wir den ersten Unfall erreichen. Die Beteiligten sind dankbar, dass wir bei der Bergung des zerstörten Motorrads helfen und einen Teil des Gepäcks in den nächsten Ort mitnehmen. Den nächsten Dämpfer bekommen wir als wir den zweiten Unfall des Tages passieren bei welchem ein Auto auf dem Dach liegt, unsere Hilfe aber dankend abgewunken wird. Diese zwei Ereignisse machen mal wieder deutlich wie gefährlich die scheinbar einfachen Waschbrettpisten sein können. Wir erreichen Sessriem am späten Nachmittag und bauen unser Zelt auf. Der seit zwei Wochen anhaltende Landwind beschert uns wieder einmal eine schlaflose Nacht.

The following 200 km take us on bumpy roads through a deserted hilly landscape. The exhaust that was only repaired the day before shears off again at a different spot as reach the first accident of the day. Everybody involved was thankful that we help with the recovery of the completely destroyed motorcycle and take some of their luggage to the next town. Few kilometers down the road we pass the second accident where a car has rolled on to its roof but our held is not needed. These two accidents are a wake up call and show how dangerous these seemingly easy roads are. We arrive at Sessriem in the late afternoon and pitch our tent. The land wind that has been blowing for the past two weeks gives us a restless night again.

Als wir am nächsten Morgen so früh wie möglich in den Nationalpark fahren um den Sonnenaufgang von den Dünen beobachten zu können, macht uns der Wind wieder einen Strich durch die Rechnung. Dieser wirbelt so viel Sand und Staub auf, dass wir die Sonne erst am späten Vormittag zu Gesicht bekommen und selbst dann auch nur durch etliche Klamottenschichten die uns vor dem Sandsturm schützen. Zu allem Überfluss fängt es dann auch noch an zu regnen, extrem ungewöhnlich zu dieser Jahreszeit und generell für diese Gegend!
Da der Wind weiter anhält verlassen wir den Park früher als geplant und werden zudem noch zu einer Nacht auf Karls Sitzen gezwungen…

As we head into the park at the crack of dawn so we can view the sunrise from the dunes the wind also disrupts this plan. The wind blows up so much sand and dust so that we only get to see the sun by late morning and even then only through several layers of clothing that protect us from the sandstorm. To our surprise it also starts raining which is very unusual for this time of the year and in general for this area. Because the wind continues through out the night we leave the park earlier than planed and are forced to an uncomfortable night on Karls seats…

Bei “normalem” Wetter schaut es hier so aus:

With “normal” weather conditions it looks like this:

Die schlechten Waschbrettpisten machen nicht nur dem Auspuff zu schaffen sondern verursachen auch durch eine lose Kraftstoffleitung den Verlust von geschätzten 30 Litern Diesel. Deswegen beschließen wir weitere hunderte von Kilometern auf solchen Pisten zu umgehen, indem wir gen Osten ins Landesinnere kreuzen. Zu unserem Erstaunen erwartet uns hier ein rutschiger und schlammiger Pass, welcher uns auf eine Höhe von ca. 1600 Metern ü.n.N führt. An der gut ausgebauten Hauptstraße angelangt können wir wieder Strecke machen und sind nur wenige Tage später am Fish River Canyon.

The bad roads have not only destroyed the exhaust but have also caused a diesel leak due to a loose fuel pipe which has cost us roughly 30 liters of diesel (yes Stuart, it has been fixed!). That’s the reason why we decide to head eastwards in order to avoid several hundreds kilometres of bad roads. To our surprise we cross a very slippery and muddy mountain pass that takes us to about 1600 metres above sea level. As we reach a good main road we are able to cover a lot of distance and arrive at Fish River Canyon a few days later.

Der zweitgrößte Canyon der Welt bietet uns einen atemberaubenden Ausblick. Uns würde die fünf tägige Wanderung durch den Canyon reizen doch leider bekommen wir keine wirklichen Infos über die Kosten, den Ablauf und das benötigte ärztliche Attest und selbst dann hätten wir immer noch keine Isomatten um halbwegs bequem im Canyon zu nächtigen…
Entlang des Canyons geht es weiter Richtung Süden hinab ins Tal des Grenzflusses Orange River. Wir lassen die staubigen Pisten hinter uns und wagen uns über ein “Road Experiment” zu unsere letzten Grenze: Südafrika!

The views over the second largest canyon in the world are absolutely stunning. We would love to do the five-day-hike through the canyon but unfortunately we are unable to get any real information about the costs, the itinerary and the required medical certificate. And even the we still don’t  have any sleeping mats for a relatively comfortable night sleep in the canyon. Along the canyon we continue our journey southwards to the Orange River Valley. We  leave the dusty roads behind us and participate in a “road experiment” towards our last border: South Africa!

 

Kaokoland, Skelettküste | Kaokoland, Skeleton Coast

Den Park verlassen wir über das nördliche Gate und haben das Gefühl wieder in Westafrika gelandet zu sein: Müll, Chaos, Polizeikontrollen und versuchter Diebstahl!
Wir bahnen uns unseren Weg nach Norden zur angolanischen Grenze, um einen Blick auf die mächtigen Ruacana Fälle zu werfen. Die Nacht verbringen wir in einem Community Camp direkt am Fluss Cunene, welcher die Grenze zwischen Namibia und Angola darstellt. Der Besuch der Fälle am Folgetag ist leider eine Enttäuschung, da diese eher einer Hasendusche gleichen…
Der Joubert Pass ist unsere nächste Hürde. Gelesen haben wir die unterschiedlichsten Dinge, von “…gut ausgebaut…” bis “…absolut unbefahrbar…”. Letzten Endes erwartet und eine breite, staubige Schotterpiste welche wieder einmal an Karls Auspuff nagt und ihn schließlich bezwingt… Der Weg zum Camp allerdings besteht aus ca. sieben Kilometern Geröllpfad, aber die Aussicht entschädigt die Mühen! Wir dürfen uns auch als Höhlenforscher in der hauseigenen Miene versuchen und sogar die gefundenen “Schätze” behalten 🙂 !

We exit the park via the northern gate and have the feeling that we are back in West Africa: rubbish, chaos, police checkpoints and attempted burglary!
We continue our journey towards the Angolan border in order to see the mighty Ruacana Falls. The night is spend at a community camp directly at the Cunene River which is also the Border to Angola. Our visit at the Falls is quite disappointing as it is a mere dribble instead of a waterfall…
The Joubert Pass is the next hurdle we need to tackle. We have read very contrary opinions, ranging from “well maintained road” to “virtually undriveable”. But in reality it is just a dusty and rough dirt road which continues to takes its toll on Karls exhaust until it finally gives in and snaps. Our drive to the next camp continues on a bad dirt track for about 7 km, but all the days hardship is forgotten when we see the beautiful view from the camp. We are even allowed to try our luck as treasure hunters in a close by mine and are able to keep all the “treasures” we find :-)!

Der nur noch von Tape, Draht und Schellen gehaltene Auspuff muss wieder einmal geschweißt werden, nachdem wir weitere 80 km auf Rüttelpisten hinter uns gebracht haben. An den Ogongo Fällen entspannen wir eine Weile im natürlichen Pool bevor wir unser Camp im Khowarib Tal aufschlagen. Nachts werden wir von immer stärker werdenden Sturmböen wach gehalten, welche durch das Tal peitschen. Aus Angst mit samt Zelt davon geblasen zu werden kommen wir beide auf nur ca. eine Stunde Schlaf… Komplett zermartert (also super vorbereitet) machen wir uns auf zur Skelettküste. Die mondartige und scheinbar tote Landschaft wirkt absolut surreal.

The exhaust which by this time is only held together by tape, wire and clamps needs to be welded yet again after another 80 km on bad bumpy roads. We continue to the Ongongo Falls and relax at a natural swimming pool before setting up camp in the Khowarib Valley. During the night we are kept awake by very strong winds that blast through the valley. Out of fear of being blown away with the roof tent we both only get one hour of sleep. Completely exhausted (perfectly prepared) we drive to the Skeleton Coast. The moon landscape and seemingly dead landscape feels very surreal.

Wir erreichen Spitzkoppe nach 200 kräftezehrenden Kilometern, welche von extremen Rüttelpisten, Sandstürmen und unsäglicher Hitze geprägt sind. Dieser Ort jedoch ist sehr speziell und wir sind froh die vorhergehenden Qualen auf uns genommen zu haben. Wir finden ein Felsmassiv, welches sich 600 Meter aus dem umgebenden Flachland empor hebt. Hier campen wir zwei Tage um das Gebiet noch etwas genauer erkunden zu können!

We arrive in Spitzkoppe after 200 grueling kilometers on horrendous roads with sandstorms in unbarring heat. But this is a very special place and we are happy that we came despite the conditions. It is a 600 metre high rock that sticks out of the otherwise flat landscape. As it is such a beautiful place, we decide to stay for two days, so that we can explore further.

Caprivi

Die Grenze zwischen Botswana und Namibia in Ngoma führt uns direkt in den Caprivi-Streifen. Hier verbringen wir eine Nacht in einem super Community Camp und setzten dann unsere Fahrt in den kleinen Nationalpark Mudumu fort. Uns erwartet eine atemberaubend schöne Landschaft, zahlreiche Tiere und eines der schönsten Camps die wir bisher hatten! Nach einer Nacht voller Nilpferd- und Hyänengesängen unweit unseres Zeltes, treffen wir Uwe an einer schönen offenen Stelle am Fluss. Wir beschließen die nächsten zwei Nationalparks zusammen zu besuchen da wir uns auf Anhieb super verstehen.

The border post from Botswana to Namibia in Ngoma takes us straight to Namibias famed Caprivi-strip. Here we spend a night in a beautiful community campsite and continue our journey the next morning to Mudumu National Park. We are met by stunning landscape, loads of animals and one of the nicest campsites so far in the middle of the Bush. After a night full of Hippo and Hyena songs close to our campsite we meet Uwe at a beautiful spot by the river. We decide to visit the next two national parks together as we get on very well straight away.

 

Zwei Tage und ca. 200 km weiter treffen wir ihn vor dem nächsten Nationalpark wieder. Zu dritt besuchen wir den Mahongo National Park und kampieren auf einem nahegelegenen Campingplatz, grillen, trinken Bier und tauschen Erfahrungen aus. Der nächste Tag beginnt früh und wir fahren ca. 120 km Richtung Khaudoum National Park. Die letzten 40 km bestehen aus ausschließlich tiefem Sand und wir sind alle froh, dass wir uns für dieses schwere Stück zusammen getan haben. Wir beide testen auf der sandigen Piste den afrikanischen Autopiloten 😉 (tiefe Fahrspuren + Standgas hochdrehen). Nach einer anstrengenden Tagesetappe schlagen wir unser Camp kurz vor dem Gate auf. Der nächste Tag startet, wie der letzte geendet hat, mit tiefem Sand… Der Park ist sehr schön und wir genießen die gemeinsame Fahrt zu unserem 110 km entferntem Camp im Süden. Bis auf eine Herde Elefanten beim Baden können wir leider nicht sehr viel entdecken. Wir verbringen noch einen halben Tag im Park und trennen uns später in Tsumkwe, da sich Uwes Pläne spontan ändern.

Two days an approximately 200 km down the road we meet him at the gate of the next national park. The three of us visit the Mahongo National Park and spend the night at a close by campsite. We make a barbecue, drink beer and exchange our travel experiences. Early the next morning we set off our 120 km long journey towards Khaudum National Park. The last 40 km are very deep sand we are all happy that we decided to drive this difficult road together. The two of us test the African autopilot on the sandy tracks 😉 (deep tracks + turned up idiling mixture). After a challenging drive we set up camp close to the gate. The next day starts just as the previous day ended, with deep sand… The national park is beautiful and we all enjoy the drive together to our next camp which is 110 km south. Except for a big herd of elephants drinking and playing in the water we aren’t able to find much other wildlife. We spend the morning together in the park before parting ways in Tsumkwe as Uwes plans change spontaneously.

Wir lassen uns Zeit auf dem Weg nach Etosha und planen währenddessen die finalen Schritte Richtung Kapstadt. Die zwei vollen Tage im Nationalpark bescheren uns Sichtungen von drei Nashörnern, einer Löwin mit Jungem, eine Herde mit ca. 50 Elefanten und unzähligen Zebras, Giraffen und Antilopen.

We take our time on our way to Etosha while planing our final steps down to Cape Town. During our two days in the park we are lucky enough to see three Rhinos, a Lioness with cub, a herd of approximately 50 Elephants and hundreds of Zebras, Giraffes and Antelopes.

Auf den Spuren von Top Gear | In the footsteps of Top Gear

Früh morgens machen wir uns auf den Weg aus der Kalahari Richtung der größten Salzpfannen Afrikas. Dort angekommen können wir die scheinbar unendlichen Weiten der Ebene kaum fassen. Unser Camp für die Nacht liegt auf Kubu Island inmitten der Salzpfannen. Die Insel und die Salzpfannen waren auch schonmal Drehort von “Top Gear” während ihrem “Botsuana Special” und gehören definitiv zu den Top 3 Orten unserer Reise!
Der nächste Tag startet so spektakulär wie der letzte geendet hat. Der Sonnenaufgang steht dem Sonnenuntergang und dem Sternenhimmel in Nichts nach! Wir fahren weiter durch endlos wirkende Ebenen, auf welchen sogar die Erdkrümmung zu erkennen ist.

Early the next morning, we make our way from the Kalahari to the largest salt pans in Africa, the Makgadikgadi. As we arrive we cannot quite believe the sheer vastness of the open plains. Our camp for the night is located on Kubu Island in the middle of the salt pans. This Island was featured in Top Gear’s “Botswana Special” and is definitely in our Top 3 places on this trip so far! The next day starts nearly as spectacular as the last day had ended. Sunrise is not less stunning than sunset and the starlet sky! We continue our journey through endless plains, we can even see the curvature of the earth.

Wir erreichen nach 100 km material-mordender Piste den nächsten Ort Gweta und müssen uns ein weiteres Mal Karls Auspuff widmen, da dieser schon wieder abzureißen droht…
Am nächsten Morgen stehen wir um 5 Uhr auf um den Nationalpark Nxai Pan kurz nach Sonnenaufgang zu erreichen. Die 30 km lange Sandpiste mit äußerst tiefen und weichen Abschnitten meistert Karl jedoch, ohne mit der Wimper zu zucken. Bei zahlreichen Game Drives können wir zwei Geparden, sieben Löwen, etliche Elefanten und zahlreiche andere Tiere entdecken! Dank unserem wunderbaren Dieselkocher gibt es zum Abendessen für jeden nur eine kleine Kartoffel aus dem Lagerfeuer…

After 100 km of material-shredding dirt track we arrive in Gweta where we need to fix Karls exhaust again as it is close to falling off… The next day starts at 5 o clock in the morning so we can enter Nxai Pan National Park just after sunrise. We encounter the 30 km long track is only deep sand, but Karl manages it without batting an eyelid. The days are spend going on game drives where we are lucky enough to see two Cheetahs, seven Lions, many Elephants and loads of other game. Thanks to our magnificent diesel-cooker eche of us only gets one small potato out of the fire for dinner…

Am nächsten Tag verlassen wir Nxai Pan und fahren über eine teilweise asphaltierte Verbindungsstraße nach Nata, wo uns eine schöne Lodge mit anständigen Duschen erwartet. Hier lernen wir auch noch drei holländische Motorradfahrer kennen, welche eine ähnliche Strecke hinter sich haben.
Der Folgetag beginnt mit einem zufälligen Treffen mit einem Bamberger, welcher in den kommenden 15 Jahre mit seinem Land Cruiser die Welt bereisen möchte. 200 km später erreichen wir die kleine Grenze nach Simbabwe in Pandamatenga. Hier sind wir vollkommen allein und die Formalitäten sind innerhalb von 20 Minuten erledigt. Der Asphalt stoppt abrupt und wir befinden uns im Nationalpark Matetsi.

The next day we exit Nxai Pan and drive to Nata where we find a beautiful lodge with a much-needed hot shower. As we are chilling out we meet some Dutch motorcyclists, who have travelled a similar route to us. While we are leaving Nata we meet a “Bamberger” (Bavarian town) who is planning to travel the world with his Land Cruiser for the next 15 years. 200 km later we arrive the small border post to Zimbabwe in Pandamatenga. Here we are the only people and all the formalities are done and dusted within 20 minutes. The tarmac disappears and we find ourselves in the Matetsi National Park.

Nur vier Stunden später erreichen wir dann auch unser heutiges Etappenziel, Victoria Falls! Wir campen drei Nächte im Garten eines Hotels und besichtigen die Victoria Falls, welche um diese Jahreszeit absolut beeindruckend sind. Die ca. 5.000.000 Liter Wasser pro Sekunde verwandeln die Gischt in einen Platzregen, welcher uns trotz Regenjacken bis auf die Knochen durchnässt! Später schlendern wir noch durch den Holzmarkt und sind von der Handwerkskunst der Einheimischen begeistert! Auch der Snake Park ist beeindruckend und dank Guide äußerst interessant.
Bevor wir wieder nach Botswana reisen besuchen wir noch Ian, Pats Freund und Game Reserve Manager von letztem Jahr.

Only four hours later we arrive at our destination, Victoria Falls! We cam in the garden of a hotel in the centre of town for three nights and explore Victoria Falls which are extremely impressive at this time of year. Approximately 5.000.000 litres of water per second transform the spay into a torrential downpour! We are completely soaked by the end even though we have rain jackets with us. In the afternoon we mouch through the wood-market and are very impressed by the beautiful carvings! The snake park is also very nice and thanks to our guide very informative. Before heading to Botswana we visit Ian, Pats friend and Game Reserve manager from last year.

In Kazangula angekommen sind wir überrascht, dass die Grenzformalitäten schnell und reibungslos über die Bühne gehen. Wir campen drei Nächte bei einer schönen Lodge und buchen für einen Tag eine Safari in den Chobe Nationalpark in der Früh und Abends eine Bootsfahrt auf dem Chobe! Wir haben das Glück Löwen mit Jungen direkt neben dem Auto zu sehen! Während der Bootsfahrt sehen wir zahlreiche Elefanten die im Wasser spielen, riesige Krokodile, Nilpferde, und den atemberaubenden Sonnenuntergang über dem Fluss!

As we arrive at the Kazangula border post we are very surprised that the border formalities ars sorted quickly and efficiently. We spend three night at a beautiful lodge and explore the Chobe National Park by game drive vehicle in the morning and boat in the afternoon. Luck is on our side as we manage to view three Lionesses and four tiny cubs! While on the boat we see many Elephants playing in the water, huge Crocodiles and Hippos and admire the beautiful sunset over the river!

Ka(r)lahari

Wir lassen Westafrika hinter uns und landen nach einem Abstecher nach Ostafrika in Windhoek. Von hier aus bahnen wir unseren Weg langsam Richtung Küste wobei wir in Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay je ein paar Nächte verbringen. An Pats Geburtstag gönnen wir uns unter anderem eine Quadtour durch die Sanddünen! Nach einer gefühlten Ewigkeit und jeder Menge Papierkram können wir Karl ENDLICH aus seinem stählernen Käfig befreien!

We leave West Africa behind us and arrive in Windhoek after a stop-over in East Africa. We spend a few nights in Windhoek, Swakopmund and Walvis Bay as we slowly make our way to the coast. On Pats birthday we have a wonderful time speeding through the sand dunes on quad bikes! After what feels like eternity and tones of paperwork we can finally free Karl from his metal cage!

Heute ist es wieder soweit! Wir legen die erste längere Strecke auf eigener Achse in Namibia zurück! Es geht von Swakopmund über gut geteerte Hauptstraßen 400 km nach Osten. Wir durchfahren ausschließlich ausgetrocknete Steppen und abgesehen von Windhoek nur wenige kleine Ortschaften. Am Ende des Tages finden wir uns, nachdem wir auf Meereshöhe gestartet sind, auf 1800 m ü.n.N. wieder. Am nächsten Tag fahren wir durch gleiche sich kaum verändernde Landschaft weitere 270 km Richtung Botswana. Kurz vor der Grenze schlagen wir unsere Lager in einer wunderschönen Game Farm auf. Hier können wir sogar an der Fütterung der Karakale, Emus, Stachelschweine und Leoparden teilnehmen!
Die Grenze nach Botswana ist die bis jetzt einfachste und schnellste die wir in ganz Afrika erlebt haben. Nach nur 15 Minuten können wir unsere Fahrt zu unserem heutigen Etappenziel Ghanzi fortsetzten. Am nächsten Tag suchen wir eine kleine Werkstatt in Maun auf, um Karls Auspuff schweißen zu lassen, der Westafrika nicht ganz so gut weggesteckt hat.

The day has finally come! We drive the first kilometres on southern African soil on our own set of wheels! Our journey takes us from Swakopmund on beautiful tarmac roads 400 km East. We cross dried up grasslands and except for Windhoek only a few small villages. At the end of the day we have climbed 1800 m above sea level. The next day we drive another 270 km towards Botswana through never-changing landscape. Just before the border we set up camp on a wonderful game farm. Here we are also able to take part at the feeding of Caracals, Emus, Porcupines and Leopards! The border to Botswana is the easiest and fastest that we have encountered in the whole of Africa. 15 minutes later we are able to continue our journey to today’s destination Ghanzi. The next day we go to a small workshop so we can get Karls exhaust fixed that suffered hard in West Africa.

Anschließend fahren wir zu einem Backpacker Hotspot, welcher direkt an einem Ausläufer des Okawangodeltas gelegen ist. Abends treffen wir Keone, Pats Safariguide und Freund von letztem Jahr, und genießen ein paar Bier. Keone holt uns am nächsten Morgen freundlicherweise ab und fährt mit uns in die Stadt um die folgenden Tage, nach seinen Empfehlungen zu planen und zu buchen. Den Abend verbringen wir mit einigen Backpackern und tauschen witzige Erfahrungen aus.

Subsequently we drive to a backpacker hotspot located directly at a tributary of the Okavango Delta. In the evening we meet Keone, Pats friend and last year’s safari guide, an enjoy a few cold beers. Keone is nice enough to pick us up the next day and takes us to town so we can plan and book the following few days according to his recommendations. We spend the evening with a few backpackers we meet and exchange funny stories about our travels.

Wir brechen früh auf und lassen Maun hinter uns. Der Weg zur Zentralkalahari führt uns erst über Hauptstraßen und dann über kleine sandige Wege bis zum Gate. Hier beginnt nun unsere erste richtige Safari. Schon heute können wir Grundeichhörnchen, Löffelhunde, Riesentrappen und zahlreiche Antilopen beobachten. Wir durchkreuzen eine riesige ausgetrocknete Ebene wie man sie aus vielen Dokumentationen kennt. Wir lassen den Tag bei einem Essen am Lagerfeuer unter einem malerische Sternenhimmel ausklingen.

We start early in the morning and leave Maun behind us. The route to the Central Kalahari leads us on good roads at first before turning into a sandy track that brings us al the way to the gate. Here we start our first real game drive. We see Ground Squirrels, Bat-Eared Foxes, Kori Bustards and many antelopes. We cross a huge open plain which is well-known from wildlife documentaries. We spend a wonderful evening with a bonfire under a stunning starlight sky.

Nach einer sehr kalten Nacht machen wir uns kurz nach Sonnenaufgang auf den Weg zu einem nahe gelegenem Wasserloch. Hier ist leider nicht allzu viel los, weshalb wir unsere Safari durch das Passarge Valley fortsetzten. Wir durchkreuzen wunderschöne Weiten typisch afrikanischer Steppen und können viele Antilopen, Giraffen und Schakale entdecken. Karl schlägt sich wiedermal besser als erwartet auf den sandigen Pisten. Am Passarge-Wasserloch machen wir Rast und beobachten zwei sehr vorsichtige Giraffen und eine Herde Oryx beim Trinken.
Zum Ende des Tages haben wir noch das Glück zwei Löwinnen durch den Bush streifen zu sehen!
Wir stehen am nächsten Morgen bereits um 6 Uhr auf um den Sonnenaufgang im Deception Valley beobachten zu können. Der Plan wird aber von einem verhakten Reißverschluss am Dachzelt durchkreuzt. Um Diesen wieder instandsetzen zu können müssen wir sogar das Zelt vom Dach nehmen…
Wir verpassen den Sonnenaufgang, werden aber dafür später mit der Sichtung von drei Geparden auf einem Fleck belohnt. Zum Sonnenuntergang kommen wir jedoch nicht zu spät 😉

After a very cold night we set off just after sunrise and drive to a nearby waterhole. Unfortunately there is not very much game around so we continue through the Passarge Valley. We pass through wonderful African savanna and see many antelopes, Giraffes and Jackals. Karl does a lot better on the sandy track then we expected. We stop for lunch at the Passarge-Waterhole and watch some very skittish Giraffes and some Oryx having a drink. On our way back we are very lucky as we see two Lionesses walking through the Bush. We get up at 6 in the morning to so we can admire the sunrise over Deception Valley. This plan is unfortunately disrupted by a stuck zip on the roof tent. So we can fix the problem we even have to remove the tent from the roof…
We miss sunrise but are later rewarded with the sighting of three male cheetahs. But we do not miss sunset 😉

Zurück zur Küste | Back to the coast

Durch Zufall treffen wir am Abend noch auf Tobi und David, zwei Deutsche die genau unsere Strecke fahren nur andere Richtung (Kapstadt – München), welche uns einen Campingplatz nahe Sassandra empfehlen. Wir also am nächsten Tag nichtsahnend früh los um die 420 km schnell hinter uns zu bringen. Karl rennt und rennt und wir sind mittags schon bei Kilometer 300 angelangt. Dann eine Kreuzung und der Asphalt bricht ab. Die letzten 120 km, welche nur noch aus einer schlammigen Schotterpiste mit Wasserlöchern und massiven Schlaglöchern besteht, kosten uns sechs Stunden und viele Nerven. Aber die Tortur hat sich gelohnt wie wir dann glücklich feststellen. Endlich angekommen werden wir, so herzlich wie noch nie auf dieser Reise, von Remon, Perico und Guy in Empfang genommen. Der Ort an sich ist wie aus dem Bilderbuch, Sandstrand, kleine Strohhütten aus Bambus, Palmen und Vollmond! Am nächsten Morgen bekommen sogar frische Kokosnüsse am als Frühstück serviert.

Coincidentally we meet Tobi and David that evening, two Germans who are doing the same route as us but in the opposite direction (Cape Town – Munich). They recommend a campsite close to Sassandra on the coast. We start early next morning so we can get the 420 km done as quickly as possible. Karl powers forwards which means we have done 300 km by midday. Unfortunately, the tarmac ends at a crossroads. The last 120 km only consist of muddy dirt roads, waterholes, and huge pot holes. It only takes us six hours and a whole lot of nerves. But the torture was well worth it as we are happy to find out upon arrival. As we get to the campsite at last we receive such an incredibly warm welcome from Remon, Perico and Guy. By far the nicest arrival on the whole trip. This place looks like its taken from a picture book, sandy beach, small huts made from bamboo, coconut palm trees and full moon! The next morning, we even get fresh coconuts for breakfast.

Die Fahrt nach Abidjan besteht zu 95 Prozent aus Teerstraße und ist eigentlich bis auf die zahllosen Schlaglöcher problemlos zu bewältigen. Wir kehren trotzdem total entnervt in einem schönen Hotel ein und sind dankbar über eine normale Dusche um den Dreck der vergangenen Tage loszuwerden. Auf der ghanaischen Botschaft beantragen wir bei einer überaus unfreundlichen Dame am Schalter unsere Visa. Zudem treffen wir noch Werner, ein schweizer Motorradfahrer, welchen wir schon in Guinea an uns vorbeifahren haben sehen. Ein lässiger Kerl von dem wir noch ein paar Tipps und lustige und spannende Stories zu hören bekommen. Während wir zwei Tage auf unsere Visa warten verbringen wir die Zeit hauptsächlich am Pool des Hotels um die Hitze irgendwie auszuhalten. Am Abend fahren wir mit dem Taxi in das Herz der Stadt um festzustellen, dass so ziemlich alle Restaurants und Bars am Feiertag geschlossen haben. Abidjan scheint heute nur von Taxis, Securities und Millionen Fledermäusen bewohnt zu sein.

The roads to Abidjan are 95 percent tarmac with loads of potholes and the drive goes without a problem. Even so we are completely exhausted and are happy to find a nice hotel with a normal shower, so we can get rid of the dirt of the past few days. At the Ghanaian embassy we are welcomed by a very unfriendly lady behind the counter where we apply for our visas. We also meet Werner a swiss motorcyclist, who we had previously seen race past us at a police checkpoint in Guinee where we being fined. A really nice guy who gives us a few tips and tells us some funny stories from his past travels. While we wait for our visas for two days we spend most of the time at the pool to cope with the sweltering heat. In the evening we drive to the city center by taxi just to find out that all restaurants and bars are closed due to bank holiday. The only things we can see in Abidjan today are taxis, securities, and millions of bats.

Wir bekommen mittags endlich unsere Visa und legen dann noch circa 90 km auf einer gut ausgebauten Teerstraße Richtung Ghana zurück. Wir finden Unterschlupf in einem Hotel, bei welchen wir umsonst campieren können, wenn wir im Gegenzug im Lokal essen. Zum ersten Mal auf unserer Strecke können wir auch mal im Meer baden gehen!

At last we receive our visas at midday and continue our journey on a very good tar road towards Ghana. We find a nice place to sleep at a hotel where we can camp for free if we have dinner in their restaurant. We even go for a swim for the first time in the ocean on this whole trip.

Die Grenze zu Ghana ist, mit unter einer Stunde schnell bewältigt und zu unserer Überraschung kommen wir in ein Land, in dem wieder mehr Englisch als Französisch gesprochen wird. Wir verbringen zwei Nächte direkt am Strand auf unterschiedlichen Campingplätzen wobei uns die Entfernung von 15 km Luftlinie circa zwei Stunden kosten. Durch den mangelnden Zeitdruck können wir die Offroadfahrten aber genießen! Beim Body Boarden holen wir uns unseren ersten richtigen Sonnenbrand und auf Grund mangelnder Bewegung im Vorfeld auch einen amtlichen Muskelkater. Auf dem Campingplatz “Escape 3 Points”, nebenbei der südlichste Punkt Ghanas, lernen wir ein sehr nettes britisches Ehepaar kennen. Diese machen sogar ein kleines Interview mit uns für ihren You Tube Kanal (Beyond Growing) und wir verbringen den restlichen überaus lustigen Abend mit den Beiden.

The border formalities in Ghana are sorted surprisingly quickly and we arrive in a country where they speak more English than French at last. We spend two nights camping right by the beach at two different campsites that are only 15 km apart. Due to the bad roads the 15 km take us about two hours. But as we have enough time we can actually enjoy the off-road driving! We get our first proper sunburn while body boarding and also suffer from aching muscles due to the lac of exercise in the previous weeks. At the campsite „Escape 3 Points“, by the way the most southernly point in Ghana we meet a very nice British couple. They even make a small interview with us for their You-Tube channel (Beyond Growing) and we spend a very nice and entertaining evening together.

Nach einer weiteren Nacht in der Nähe von Accra überqueren wir die Grenze nach Togo. Hier verläuft eigentlich alles auch unkompliziert. Es ist Sonntag und das Zoll Büro hat somit geschlossen. Wir müssen also nochmal am Montag nochmal zurück um unser Carnet abstempeln zu lassen. Wir können diese Fahrt aber gut mit dem Besuch im Mearsk Büro verbinden um für die Verschiffung nach Namibia in die Wege zu leiten. Ja die Sache mit der Verschiffung… Am ersten Tag fahren wir zweimal zum Maersk Line Büro und verbringen knapp sechs Stunden vor Ort ohne ein wirkliches Ergebnis. Am zweiten Tag können wir eigentlich schon recht viel organisieren, wobei alles deutlich mehr kostet als wir ursprünglich annahmen… und zwei Tage später fahren wir Karl sogar schon in den Container!

After another night close to Accra we cross the border to Togo. Here everything goes smoothly, except that the customs office is closed as it is Sunday. This means we have to go back to the border on Monday to have our carnet stamped. But we can combine this drive with a visit to the Mearsk office, so we can start the process of shipping our car to Namibia.This is unfortunately more complicated than expected… We go to the Mearsk office twice that day and spent approximately six hours waiting without receiving a real result. On the second day we are able to organize quite a few things, but we also have to learn that this is going to cost us more than we expected… and two days later we can drive Karl to be loaded into the container!

In der Zwischenzeit lernen wir auf unserem Campingplatz Serge und Janice kennen, ein kanadisches Paar, welche mit ihrem Jeep drei Jahre unterwegs sein werden. Gestartet sind sie von Bremerhaven und sind bisher eine ähnliche Route gefahren, wagen jedoch die Strecke durch Nigeria. Ein paar Tage später bezahlen wir Mearsk Line und müssen dafür noch in einer dubiosen Wechselstube unsere letzten US-Dollar in CFA umtauschen. Zurück gehts ortstypisch in einem mit 8 Personen besetzten Taxi. Sogar hier in Lomé können wir unseren neuen Reisefreunden die bayrische Küche zeigen, auch wenn es nicht ganz an das Original rankommt.

In the meantime, we meet Serge and Janice a Canadian couple at our campsite who are travelling through Africa for three years with their Jeep. They started in Bremerhaven and have travelled a similar route to us but are going to dare the difficult route through Nigeria. A few days later we go and pay Mearsk Line. As we only have US-Dollar we have to go to a dubious back ally exchange office, so we can change our US-Dollar to CFA. We go back to the campsite in an typically overloaded taxi with six other people. We can show our Canadian friends the Bavarian cuisine even though it can’t quite match the original.

Am Donnerstag vor der Abreise nach Namibia geht es mir (Alex) nicht besonders gut. Nach einem Besuch in einer kleinen aber doch erstaunlich sauberen Hinterhofklinik lautet der Befund: Malaria und Typhus… Nach zahlreichen Spritzen, Infusionen und Pillen bin ich am Folgetag allerdings schon wieder auf den Beinen! Pat und Serge unterziehen sich ebenfalls einem Malariatest, welcher gerade mal 2000 CFA (3€) kostet. Ähnlicher Befund, nur ohne Typhus… Wir werden noch mit ausreichend Medizin versorgt und können somit ohne Problem am Samstag unseren Flug nach Windhuk antreten!

On the Thursday before we are planning on heading out to Namibia I (Alex) am not feeling very well. After a visit to a small but surprisingly clean back ally clinic the finding is: Malaria and Typhoid… After many injections, infusions and pills I feel much better the next day! Pat and Serge also go and have a malaria test done which only costs 2000 CFA (3€), just to be sure. Similar findings, just without the Typhoid… We are supplied with enough medicine and can therefore take our flight to Windhoek on Saturday without any problem.

Behörden-Dschungel und Strafzettel | Authorities, Jungle And Fines

Wir machen uns zu Fuß auf den Weg zur Botschaft von Guinea um unsere Visa zu beantragen. Für die läppischen acht km sparen wir uns das Taxi und erreichen die Botschaft komplett durchgeschwitz schon nach nur zwei Stunden. Hier ist alles schnell geregelt und wir können die Visa zwei Tage später abholen. In der Zwischenzeit erkunden wir ein wenig die Stadt, erst wieder zu Fuß und dann doch mit den unverschämt günstigen Taxis. Bis auf das Monument de la Renissance Africane können wir aber eigentlich keinen schönen Ort in dieser Stadt ausmachen. Und selbst hier, obwohl man sieht, dass sie sich Mühe geben ist alles vermüllt und dreckig. Auch die Visa für die Elfenbeinküste sind schnell beantragt und fertiggestellt und wir können die Kommentare auf iOverlander („unfreundliches, nicht hilfsbereites Personal“) nicht nachvollziehen. Wir sind sehr froh die Visa am Freitagmittag endlich abholen und unsere Reise fortsetzten zu können.

We make our way on foot to the embassy of Guinee in order to apply for our visas. The eight kilometers take about two hours and we arrive at the embassy completely drenched in sweat. Here we are able to sort everything fairly quickly and we are told to pick up the visas two days later. In the mean-time we explore the city, first on foot and then with the extremely cheap cabs. Except for the Monument de la Renissance Africane we can’t really find a pretty place in this city. And even though one can see that they are trying to make an effort everything was dirty and full of garbage. The visas for the Ivory Coast are also applied for and finished quickly, and we can’t understand the comments on IOverlander (unfriendly and not helpful staff). We are very happy to pick up our visas on Friday and continue our journey.

Wir lassen die Hauptstadt hinter uns und fahren kaum 10 km außerhalb auf einer menschenleeren Autobahn. Diese endet abrupt und wir biegen auf eine seltsamerweise sehr viel befahrene, von Speedbumps durchzogene Landstraße. Wir übersehen eine geeignete Fährverbindung und müssen somit einen Umweg von ca. 100 km in Kauf nehmen. Die letzten 20 km bestehen wieder hauptsächlich aus Schotterpisten mit Sandpassagen. Uns fällt es teilweise schwer überhaupt einen Weg zu erkennen den uns das Navi vorschlägt. Selbst die Einheimischen schauen uns verwundert nach, da wir, endlich angekommen, feststellen, dass unweit von der Offroadetappe eine super Teerstraße verläuft.

We leave the capitol city behind us and find ourselves on a completely empty motorway only ten kilometers out of town. Unfortunately, it ends abruptly and we turn off on to a very busy road with thousands of speedbumps. We completely miss a possible ferry-crossing and therefore we have to drive an extra 100 km. The last 20 km are mainly dirt road with sandy passages. At times we cannot even make out the road at all that our navigation system suggests us. Even the locals are confused as we find a tar road not far from us and we are happy to arrive at camp.

Am nächsten Tag, welcher hauptsächlich von langweiligen, geraden Asphaltstraßen geprägt ist, können wir mit Leichtigkeit die geplanten 420 km zurücklegen. Auf dem Weg passieren wir unzählige Affenbrotbäume, riesige Termitenhügel und brennende Steppen. Kurz vor unserem Etappenziel lernen wir noch A.J. kennen, ein Amerikaner, der das gleiche Ziel hat wie wir jedoch ohne Auto per Anhalter reist. Am Campingplatz angekommen werden wir herzlich begrüßt und dürfen uns sogar frische Mangos von den Bäumen pflücken.

The next day mainly consist of boring straight tarmac roads and the planned 420 km route goes without a problem. On our way we pass tons of Baobab trees termite mounts and burning grassland. Just before we arrive at camp we meet A.J., an American who is hitch-hiking down to Cape Town. We receive a warm welcome at the campground and are able to pick fresh mangos straight from the tree.

Der Tag startet entspannt und wir halten auf dem Weg zur Grenze bei einem lokalen Metallbauer, welcher uns den gebrochenen Halter eines Kanisters schweißen kann. Kurz darauf weicht der Asphalt einer Schotterpiste! Die Ausreise aus Senegal verläuft problemlos und ist in fünf Minuten erledigt. Auch die Einreise nach Guinea ist eigentlich unkompliziert, aber dennoch werden wir in sämtlichen grenznahen Ortschaften immer wieder zum Zoll beordert, welcher sich nur kurz das Carnet anschaut und uns passieren lässt. Kurzerhand beschließen wir auf die schon gefahrenen 140 km nochmal 250 draufzupacken, da es erst 14 Uhr ist und die Straßen wieder gut ausgebaut schienen. Aber wie anscheinend jeden Tag können wir vor erreichen unseres Ziels nicht von Offroadpassagen verschont bleiben. Klar, die machen Spaß, aber halt auch nur wenn man nicht noch 100 km zu fahren hat und die Sonne schon zu Boden fällt… Uns empfangen letzten Endes „nur“ 17 km eines zu breit geratenen Wanderwegs, welcher aber auch von unzähligen normalen überladenen Mopeds, Autos und sogar LKWs befahren ist. Zu allem Überfluss werden wir auch noch bei einer Polizeikontrolle angehalten und müssen 140.000 GF (ca. 14 Euro) Strafe zahlen, weil ich (Alex) bei einem Durchschnittstempo von 10 km/h nicht angeschnallt war… -.- Es wird immer dunkler und wir sind froh als wir für die letzten 60 km wieder Asphalt unter den Reifen haben. Aber selbst hier wurde es nicht unanstrengender. Unbeleuchtete Fahrzeuge, blendende Scheinwerfer, Fußgänger, Tiere und kaum erkennbare Speedbumps füllen die Straßen und wir sind überglücklich als wir endlich in Labe unfallfrei ankommen!

The day starts relaxed and we stop at a metalworker’s workshop on the way to the border in order to fix the broken fuel canister mount. A short while later the tarmac stops, and we are on gravel once again. Exiting Senegal is very easy and is done in five minutes. Entering Guinee is also uncomplicated, even though we are ordered to every customs office close to the border. They all just want to see our Carnet but let us drive on quickly. At short notice we decide to drive another 250 km as it is only two o’clock and the roads seemed to be good again. But as every day we cannot escape an off-road-passage before arriving at our destination. Of course, off-road is always fun but not when you have another 100 km to go and the sun is already setting. Luckily it is „only“ 17 km on a road that looks more like a walking trail. Even here there are loads of overloaded cars, motorbikes, and lorries. To make matters worse we are stopped by a police-checkpoint and must pay 140.000 GF (14 €) because I (Alex) didn’t have my seatbelt on while driving at an average speed of about 10 km/h. It gets darker by the minute and we are extremely happy to have tarmac for the last 60 km. Unfortunately, things don’t get much better as we have to dodge cars without lights, cars with to many lights, people and animals walking on the road and speed-bumps that we can barely see. We are exceptionally happy to arrive in Labe without an accident.

Guinea ist unserer Meinung nach eines der schönsten Länder, welche wir bisher durchfahren haben. Allerdings wird dieses Empfinden durch oft unfreundliche und im Gegensatz zu anderen Ländern nicht herzliche Menschen getrübt. Auch heute werden wir wieder einmal von zahlreichen Polizeikontrollen aufgehalten und kontrolliert. Wir müssen 100.000 GF (ca. 10 Euro) zahlen, weil wir kein Warndreieck mitführen, während Andere durchgewunken werden mit allem möglichem Schund und Minimum drei Personen auf dem Dach… Man hat das Gefühl als Tourist ausgenommen zu werden vor allem, weil von uns eigentlich immer der Höchstsatz oder mehr verlangt wurde. Wir würden allerdings Jedem raten sich einmal kontrollieren zu lassen und Strafe zu bezahlen, denn mit der Quittung kommt man bei Vorlage für 72 Stunden problemlos durch die nächsten Kontrollen. Dazu kommen die Straßen: Die von der EU finanzierten Straßen sind tadellos, allerdings kann es sein, dass die abrupt enden und eine von heftigen Schlaglöchern übersäte Schotterpiste folg und man für ca. 50 km nur noch den ersten Gang benötigt. Die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit trägt dazu bei, dass alle Klamotten, sämtliche Polster im Auto, die Matratze und die Schlafsäcke klamm und feucht sind. Karl scheint das Klima jedoch deutlich besser zu verkraften und fühlt sich pudelwohl! Zu unserem Pech scheint auch das gesamte Land weder über Duschen noch über WLAN zu verfügen.

In our opinion Guinee is one of the nicest countries we have passed through so far. However, this feeling is often overshadowed by in comparison to other countries unfriendly and not welcoming people. Today we are stopped and checked by the police again. Oh, surprise we have to pay 100.000 GF (10 €) again, because we don’t have a safety triangle with us, while others are waved through with a ton of crap and at least three people on the roof… We can’t get rid of the feeling that they try to rip off tourists as they always want the maximum penalty or sometimes even more. We would recommend getting checked once and pay the fine as they give you a receipt which is valid for 72 hours and you can pass the following checkpoints without a problem. Another issue are the roads: The roads that are financed by the EU are wonderful, but it can happen that they stop abruptly and are followed by gravel roads with thousands of pot-holes and you only need first gear for the next 50 km. The heat and the very high humidity also take their toll as all clothes, the seats in the car, the mattress and sleeping-bags are always damp. Karl seems to cope with the climate a lot better and feels very much at home here. Another downside is that the entire country doesn’t seem to have proper showers or any Wi-Fi.

Wir verbringen eine Nacht in einem Hotel-Disco-Schwimmbad-Billiard-Sportbar-Komplex bei unerträglicher Lautstärke, Hitze und Luftfeuchtigkeit. Anschließend werden wir auf dem Weg nach Bossou noch zwei Mal von der Gendarmerie aufgehalten und dürfen selbstverständlich wieder blechen. Wir hatte uns sogar ein Warndreieck besorgt, allerdings wird hier behaupten man benötige zwei… Der eingesetzte Regen lässt die heutige Etappe von ca. 60 km trotzdem zwei Stunden dauern, da die Straße immer kleiner wird und bald nur noch einer Matschpiste mit tiefen Wasserlöchern gleicht. Wir kommen zu einer Chimpanze-Research-Station wo ich unser Camp für die Nacht aufbauen. Uns wird gesagt, dass wir nach dem Regen eine kleine Wanderung durch den Dschungel zu den Schimpansen machen können. Wir werden von unserem Guide abgeholt und wir ziehen, viel zu warm angezogen aus Angst vor Mücken, los. Der Guide hetzt und über einen für uns nicht sichtbaren Pfad den Berg hinauf und wir kommen nach ca. 30 Minuten, komplett am Ende, bei den Affen an. Erst können wir sie nur aus der Entfernung beobachten, dann klettert ein junger Schimpanse bis auf fünf Meter an uns heran und versucht uns mit Stöcken zu bewerfen und sein Geschäft auf uns zu verrichten.

We spent a night in a Hotel-Discotheque-Swimmingpool-Billiards-Sportsbar-Complex with unbearably loud music, heat and humidity. On our way to Bossou we are stopped by the police twice and of course have to pay. We even got a safety triangle but here they are adamant that we need two… It starts raining which means that it takes us two hours for our 60 km trip especially as the road gets smaller and is a mud-track with deep waterholes by the end. We arrive at the Chimpanzee-Research-Station where we set up camp for the night. We are told by the wardens that we can go on a short walk into the jungle to see the chimpanzees as soon as the rain has stopped. We are picked up by our guide and set off into the jungle with too many layers on as we are a bit scared of mosquitos. The guide rushes up a path that is barely visible and it gets steeper and steeper. We arrive at the apes completely exhausted after about 30 minutes. At first, we can only see them from afar but then a young chimpanzee comes very close (about five meters) and tries to throw sticks and his faeces at us.

Am nächsten Tag geht es weiter durch den tiefsten Dschungel Richtung Elfenbeinküste! Die Grenzformalitäten sind wieder recht schnell erledigt. Die Straße nach Man wird zurzeit komplett neu gebaut ist aber noch längst nicht fertiggestellt, was bedeutet, dass Karl wieder richtig arbeiten muss. Tiefe Wasserlöcher, schlammige Anstiege und Abfahrten können ihm aber nichts anhaben und er wühlt sich unbeeindruckt durch.

The next day we make our way to the Ivory Coast through deepest jungle. The border formalities are sorted quickly. The road to Man is currently under construction and far from being finished which results in Karl having to work very hard. Deep waterholes, muddy inclines and declines can’t faze him and he digs through all the challenges we throw at him.

Wüste, Sand und Chaos | Desert, Sand and Chaos

Nach einer nicht erholsamen Nacht im Dachzelt, in welcher der Wind es unmöglich machte auch nur eine halbe Stunde am Stück zu schlafen, fahren wir am Morgen nochmal mit Karl zum Fort und knipsen ein paar Bilder.
Wir fahren ca. 30 km weiter auf unbefestigten Straßen durch mehrere kleine Ortschaften in welchen die Moscheen die einzig freigestellten Gebäude zu sein scheinen. Wir treffen wieder auf die uns schon wohlbekannte „N1“ und folgen ihr gen Süden. Wir fühlen uns beide nicht sehr wohl und das salzige Trinkwasser aus der Oase hilft nicht gerade um das zu ändern.
Die Landschaft um uns herum wird von Kilometer zu Kilometer trockener bis wir, nahe eines Nationalparks, nur noch Sanddünen sehen. Der zunehmende Seitenwind von der Küste erschwert das Fahren und trägt zudem auch noch Unmengen an Sand in Karl. Völlig erledigt kehren wir gegen Abend in einem Hotel in Tarfaya ein.

After a not very relaxing night in the roof tent, in which the wind made it impossible to even sleep for half an hour, we go to the ruins of the castle with Karl and take a few pictures. Then we drive aproximately 30km on dirt roads through tiny villages where the mosques seem to be the only finished buildings. We meet up with the “N1” that we know very well by now and drive southwards. We both feel pretty awful and the salty water we took from the oasis doesen’t help very much. The landscape around us gets dryer as we go along until we are engulfed by sand-dunes close to a national park. The increasing crosswinds from the coast make driving more difficult and also seem to fill Karl with sand. Completly exausted we check into a hotel in Tarfaya.

Die Nacht war vergleichsweise ruhig und erholsam und wurde erst durch den Ausruf des Muezzin um 6 Uhr morgens beendet. Wir lassen Tarfaya hinter uns und tauchen ein in die Einöde der Westsahara.
Auf dem Weg nach Laâyoune hangeln wir uns von Checkpoint zu Checkpoint bei denen wir auf freundliche und hilfsbereite Beamte treffen. In Laâyoune fühlen wir uns sicher und sind positiv überrascht auch wenn die Militärpräsenz sehr stark zu spüren ist.
Richtung Boujdour durchfahren wir auf einer perfekt ausgebauten Straße Ausläufer von Sanddünen und ewige Weiten Wüstenland.
Wir finden einen großen menschenleeren Campingplatz mit genau einem windgeschütztem Ort und freuen uns auf eine ruhige Nacht. Die Hoffnung war allerdings wie weggeblasen als wir nach einer kurzen Fahrt in die Stadt zurückkehren und unser Platz von anderen Overlander gekapert ist.

The night was relatively quiet and relaxing and was only ended by the outcry of the Muezzin at 6 am. We leave Tarfaya behind and submerge futher into the desert of the Western Sahara. On the way to Laâyoune we go from checkpoint to checkpoint were we are greeted by friendly and helpful officials. In Laâyoune we feel safe and are positivly suprised even though the military presence can be felt. During the drive to Boujdour we find ourselfs on a perfectly tarmac road crossing foothills of sand-dunes and eternal exspanses of desert. We find a large deserted campsite with exactly one sheltered spot and look forward to a quiet night. But this hope is short lived as we head to town and come back and find our spot taken by other overlanders.

Auch am Folgetag nur Sonne, Wüste, Sand und Staub… Zum Mittagessen machen wir einen kleinen Abstecher zur Küste und finden dort einen vermüllten aber doch wunderschönen Strand!
In der Nähe von Daklah schlagen wir unser Lager für die Nacht auf und machen Bekanntschaft mit einem allein reisendem Tölzer (Bayern). Es tut gut mal wieder ein wenig Heimat zu spüren 🙂

Much the same the next day, sun, desert, sand and dust… For our lunchbreak we head down to the coast and find a garbage ridden but beautiful beach. Close to Daklah we set up camp and meet a Tölzer (Bavarian) who is travelling alone. It is good to feel a little bit at home again.

Wir verlassen Daklah nach einem morgendlichen Strandspaziergang mit unserer wilden Hundefamilie. Weiter durch etlichen Kilometer Nichts. Die Grenze zu Mauretanien erreichen wir am frühen Nachmittag. Die Ausreise aus Marokko ist recht leicht ohne fremde Hilfe zu bewältigen, dank sehr hilfsbereiter und freundlicher Beamten. Danach durchkreuzen wir ca. 3 km Niemandsland. Anstelle einer Straße oder Piste gleicht es eher einem Geröllfeld ausgekleidet mit Müll, Autowracks und vermutlich Mienen. Auf der mauretanischen Seite angelangt sind wir froh um einen Grenzhelfer, da wir von Gebäude zu Gebäude, kreuz und quer über das gesamte Grenzgelände gehetzt werden um alle Dokumente, Versicherungen und Stempel zu bekommen.
Nach nur zwei Stunden ist jedoch alles bewältigt und wir können unsere Reise fortsetzen. Der Weg nach Nouadhibou wird von Checkpoints alle 500 Meter und einem heftigem Sandsturm erschwert. Endlich angekommen freuen wir uns über eine kalte Dusche und etwas warmes zu Essen!

We head out of Daklah after a wonderful walk on the beach with our wild dog family. Further through several miles of nothing. We arrive at the border to Mauretania in the early afternoon. Exiting Morocco is very easy and simple due to very friendly and helpful officials. After the Border we drive through three kilometers of no man`s land. Instead of a road or dirt track it is more a scree littered with garbage, car wrecks and most probably mines. On the Mauretanian side we are happy to have a guide as we are rushed from building to building to get all the relevant documents, insurances and stamps. After only two hours we have overcome all the hurdels and can continue our journey. The trip to Nuadhibou is made more difficult by checkpoints every 500 meters and a large sandstrom. After we have arrived at last we are happy to have a cold shower and some hot food.

Die vorangegangen Tage wiederholen sich ein weitere Male bis wir jedoch Richtung Diama abbiegen, die einfachste Grenze zum Senegal. Hier erwartet uns eine 40 km lange Piste bestehend aus Waschbrett und tiefen Schlaglöchern. Genau Karls Ding! Er fühlt sich pudelwohl und wir erreichen gegen 13 Uhr die Grenze. Nach nur einer Stunde Formalitäten können wir unsere Fahrt auch schon fortsetzen. Das Land grünt und ist willkommene Abwechslung zu Mauretanien. Wir finden Unterschlupf in der Zebrabar in welcher wir mit einem kühlen Bier herzlich in Empfang genommen werden! Es stellt sich als einer der schönsten Campingplätze bisher heraus durch gutes Essen, Sauberkeit und vor allem gute Gesellschaft!

The proceeding days are repeated again until we turn off towards the Diama border which is the easiest border-crossing to the Senegal. Here we are greeted by 40km of dirt road with deep potholes. Perfect for Karl! He enjoyes the terrain and we reach the border at 1 pm. Luckely the border formalities only take one hour and we are able to continue our journey. The countryside is much more lush and is a welcome change to Mauretania. We end up at the Zebrabar and are welcomed with a nice cold beer! It turns out to be one of the best campsites so far due to good food, cleanliness and especially good company.

Wir lassen den Tag ruhig angehen und chillen am morgen noch in der Lagune der Zebrabar und brechen gegen Mittag auf.
Der Lac Rose ist ein See der hauptsächlich durch die Rally Paris-Dakar als Zielort bekannt ist und an welchem unter anderem auch Streusalz für Europa abgebaut wird. Dieser hat einen sehr hohen Salzgehalt, da er unterirdisch vom Meer gespeist wird. Das alles erzählt uns ein Einheimischer den wir vor Ort am Ende unserer heutigen Tagesetappe antreffen.
Auch hier finden wir wieder einen hervorragenden Campingplatz. Auf dem Weg dorthin werden wir allerdings, dank Navi, durch kleine, vermüllte Ortschaften geleitet und fahren somit von hinten über Sandpisten an den Campingplatz heran.

We decide to take it slowly and chill in the lagoon of the Zebrabar before heading out at midday. The Lac Rose is a lake that was made famous as the finish line of the Rally Paris-Dakar and where road-salt is mined for Europe. The lake has a very high salt content as it is fed subterranean by the atlantic ocean. We are given this information by a local who we meet there at the end of todays leg. We are happy to find a nice campsite. On the way there our GPS navigates us through small towns full of waste and are taken over sandy roads to the back entrance.

Und wir dachten in Casablanca herrsche Verkehrschaos… Dakar ist die reinste Hölle! Um unser Carnet abstempeln zu lassen fahren wir zum Hauptzollamt am Hafen. Dort werden wir in die Stadt zu einem anderen Zollbüro geschickt, nur um  dort wieder zurück zum Hafen geleitet zu werden, ein Büro weiter…
Um zu unserem Hotel zu gelangen müssen wir die Stadt noch einmal durchqueren und bewegen uns mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca 1 km/h vorwärts. Jeder drängelt und aus zwei Fahrspuren werden plötzlich fünf. Man gewöhnt sich daran… vielleicht irgendwann.

And we thought the traffic was bad in Casablanca… Dakar is absolut hell! In order to have our carnet stamped we drive to the main customs office at the port. Here we are sent to another customs office in the city, Where we are sent back to the port, just one door further down… to get to our hotel we need to cross the city and move at an average speed of approximately 1 km/h. Everybody scrambles and two lanes are suddenly made into five. One gets used to it… maybe sometime.

Marokko | Morocco

Wir verbringen zwei volle Tage auf der Fähre und versuchen uns mit viel Schlaf, Essen und hauptsächlich Yatzy zu beschäftigen. Die Formalitäten der Einreise nach Marokko können erstaunlich schnell an Bord erledigt werden.

We spent two whole days on the ferry killing time with sleeping, eating an playing Yatzy. The border formalities can be sorted surprising quickly on board the vessel.

Nach ca 49 Stunden an Bord der Excellent (der Name ist in dem Fall nicht Programm) erblicken wir zum ersten Mal den afrikanischen Kontinent!

After approximately 49 hours on board the Excellent (which is acually not that excellent) we lay eyes on the african continent for the first time!

Auf der Fähre lernen wir ein sehr nettes schweizer Paar kennen und beschließen nach dem Zoll gemeinsam noch ins 80 km entfernte Asilah auf einen Campingplatz zu fahren. Wir halten es alle für besser im Konvoi zu fahren, da wir erst um 22:00 Uhr den Hafen verlassen können.

Nach einer kalten ersten Nacht auf afrikanischem Festland, in welcher wir von Katzen auf dem Dachzelt geweckt wurden, werden wir netterweise von den Schweizern zum Frühstück eingeladen. Daraufhin fahren wir in die Stadt um unsere Vorräte aufzufüllen. Beim tanken müssen wir leider feststellen, dass unser Tankdeckel wohlmöglich immer noch die italienische Sonne genießt 🙂

We meet a very nice Swiss couple on the ferry, and decide to drive to a campground in Asilah after clearing customs. We all believe it is a better idea to drive in a convoy, as it is past 10 pm when we leave the port.

After a very cold first night on the African continent, where we are woken by a cat on top of the rooftent, we are treated to breakfast by the Swiss couple. We then venture in to town, to stock up on supplies. While refuelling we realise that our fuel cap is most probably still enjoying the Italian sun 🙂

Auf der Fahrt zu unserem heutigen Ziel, ein Campingplatz südlich von Casablanca, durchfahren wir typisch marokkanische Städte und beobachten das bunten Treiben. Dank unserem GPS werden wir direkt durch Casablanca gelotst und erfahren so am eigenen Leib das Verkehrschaos afrikanischer Großstädte.

Am Morgen brechen wir auf und fahren über Autobahnen, Landstraßen und Schotterpisten bis Essaouira. Hier finden wir eine wunderschöne Hafenstadt mit kleinen verwinkelten Gassen. Wir treffen einen Bedouinen und decken uns mit lokalen Gewürzen ein. Später schlagen wir unser Lager weiter südlich in einem kleinen Surferdorf auf und genießen die marokkanische Küche!

On the way to our next campsite just south of Casablanca we drive through typical Moroccan cities and watch the world go by. Thanks to our GPS which navigates us straight through the city centre of Casablanca we witness the chaotic traffic of African metropolises.

In the early morning we pack up camp and drive to Essaouira on motorways, country lanes and gravel roads. Essaouira is a beautiful port city with small windy alleys. Here we meet a Bedouin and buy some of the local spices. Later that day we set up camp in a small surfer village and try some of the local cuisine.

Wir stehen früh auf und fahren immerweiter Richtung Süden. Erst auf einer phänomenalen Landstraße direkt an der Küste des Atlantiks, dann werden die Straßen größer und wir erreichen Agadir. Hier wieder Verkehrschaos… In einem kleinem “Stahlgruber” bekommen wir endlich die benötigten Teile.

Als wir die Stadt endlich wieder verlassen finden wir uns auf einer gut ausgebauten Küstenstraße wieder. Mit zunehmendem Fortschritt wir die Straße schmaler und der Untergrund unbefestigt. Schlagartig verwandelt sich die eigentlich gute Schotterpiste jedoch in einen steilen und anspruchsvollen 4×4 Track. Überrascht und etwas überfordert legen wir Karl fast auf die Seite… aber nach ein paar Metern ziehen wir beeindruckt den Hut vor Karls Können! Die letzten 10km Track lohnen sich allerdings, da wir nun in einer Oase in mitten der marokkanischen Wüste Unterschlupf finden!

We get up early in the morning and continue southwards. The first parts of the journey we drive on a stunning ocean road before the traffic gets heavier an we arrive in Agadir. As expected the traffic is chaotic… In a small shop for car parts we are able to find the much needed spare parts.

After leaving the city at long last we drive along a well build coastal road. The further we go the road gets narrower and finally its only gravel. Out of nowhere the good gravel road turns into a steep and challenging 4×4 track. We are supprised and a bit overwhelmed and nearly put Karl on his side… luckily all goes well and we impressed with Karls off-road abilities! The last 10km of the track are worth the effort as we find a beautiful oasis in the middle of the Moroccan desert!

Hier verbringen wir zwei Nächte und nutzen den freien Tag für einen Spaziergang zu den Ruinen des Fort Bou Jerif!

Here we spend two nights and make the most of our day off by going on a beautiful walk to the ruins of Fort Boy Jerif!